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Hopfen/Hops 28.05.2007

Bot.: Humulus lupulus L.


Weitere Namen: Bierhopfen, Hopf, Hopfenblüten, Hopfenzapfen, Hoppen, Hupfen, Wilder Hopfen.

Heilwirkungen:
- als Schlaf- und Beruhigungsmittel in Kombination mit Baldrian,
- bei leichten Depressionen,
- bei Appetitlosigkeit,
- für die Verdauung,
- zur Beruhigung der Nerven bei nervöser Erregung,
- zur Behandlung von Unruhezuständen,
- hilft bei Beschwerden während der Wechseljahre,
- hilft bei Blasen- und Nierenleiden.
Hopfen wirkt
- beruhigend und
- antibiotisch.

Anwendungsweise/verwendete Pflanzenteile:
Hopfen wird vor allem als Zutat beim Bierbrauen genutzt, aber Hopfen besitzt auch medizinische Wirkungen:
Die weiblichen Hopfenzapfen werden im Spätsommer gesammelt und getrocknet.
Zubereitung des Tees: 1/4 Liter Wasser werden mit 2 Teelöffel Hopfenblüten 15 Minuten lang auf unterster Stufe gekocht. Als Beruhigungstee trinkt man täglich 2 Tassen und als Einschlaftee trinkt man unter Zugabe von 1 Teelöffel Baldrian eine Tasse vor dem Schlafengehen.
Als Einschlafhilfe wird Hopfen auch in Kissen gefüllt, auf die man sich dann legt.
Eine nicht medizinische Verwendungsweise des Hopfens ist der Gebrauch der jungen zarten Sprossspitzen im Frühjahr als spargelartiges Gemüse.
Aus den faserreichen Sprossachsen wurden früher auch Seile und Säcke hergestellt.

Pflanzenbeschreibung:
Der Hopfen ist ein mehrjähriges, frosthartes, zweihäusiges Schlinggewächs, welches sich 3 bis 6 m an Bäumen oder Spalieren hochschlängelt. Der Hopfen blüht im Sommer. Man findet ihn wild an Weges- und Waldrändern.
Die männlichen Pflanzen bekommen grünlich-weiße Blüten, die weiblichen Pflanzen zapfenartige Blütenstände.
Die Bestäubung erfolgt durch den Wind.

Vermehrung:
Beim Hopfen, der kultiviert wird, werden nur noch die weiblichen Pflanzen angebaut und dieser wird vegetaiv, das heißt durch Stecklinge vermehrt. Dazu werden unterirdische Sprossabschnitte mit 4 bis 5 Knospen von der Wurzel abgeschnitten und neu eingepflanzt. Neue Wurzeln bilden sich. Natürlich kann man Hopfen auch aus Samen ziehen. Dann bekommt man männliche und weibliche Pflanzen.

Inhaltsstoffe:
Ätherische Öle wie Mycren, Humulen und andere Terpene
Bitterstoffe
Harzsubstanzen
Humulon
Lupulon
Mineralstoffe
Flavonoide