bot.: Betula pendula roth
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Betula pubescens
Weitere Namen: Besenbirke, Frühlingsbaum, Hängebirke, Maibaum, Moorbirke, Rauhbirke, Sandbirke, Warzenbirke, Weißbirke.
Heilwirkungen:
Birkenblättertee
- wirkt diuretisch und wird
- bei bakteriellen Harnwegsinfektionen eingesetzt. Er beugt Harngrieß und Harnsteinen vor.
Birkenblätter findet man in Teemischungen gegen
- Rheuma und
- Gicht.
- Birkenteer wird als Salbe gegen Rheuma genutzt.
Birkenwasser wird als Haarwasser gegen
- Schuppen,
- Haarausfall
- und fettigen Haaren in die Kopfhaut eingerieben.
Anwendungsweise/verwendete Pflanzenteile:
Von Mai bis Juni werden die jungen Blätter gesammelt und getrocknet, um daraus Tee herzustellen.
Herstellung des Tees: 1/4 Liter kochendes Wasser wird über 2 Teelöffel getrocknete Birkenblätter gegossen. Das Ganze läßt man 10 Minuten ziehen, bevor 3 mal täglich 1 Tasse Tee getrunken werden kann.
Den Birkensaft erhält man im Frühling, indem die Rinde angeritzt wird. Der heraustretende Saft wird in Behältern aufgefangen.
Alternativ können auch Löcher mit einem Durchmesser von 1 cm 5 cm tief in den Birkenstamm gebohrt werden. Man setzt dann Röhrchen in die Löcher und sammelt den Saft. Einfacher ist es jedoch, einen dünnen Ast am Ende abzuschneiden und eine Flasche zum Aufsammeln des Saftes daran zu binden.
Der Birkenteer wird durch trockene Destillation der Zweige und der Birkenrinde gewonnen.
Junge Birkenblätter werden in Frühlingssalaten mit Bärlauch und Löwenzahn gegessen.
Die Birkenruten nutzt man auch zum Besenbinden.
Das weiß-gelbe Holz dient zum Schnitzen. Holzschuhe werden aus Birkenholz hergestellt.
Pflanzenbeschreibung:
Betula pubescens ist die Moorbirke, Betula pendula die Hängebirke.
Die Zweige der Hängebirke hängen herab. Sie möchte einen trockenen Standort. Die Moorbirke mag feuchteren Boden. Der Laubbaum verliert im Herbst seine Blätter.
Das wohl bekannteste Erkennungszeichen der Birke ist der scharz-weiß gefleckte Stamm. Beide Birkenarten sind medizinisch wirksam.
Vermehrung:
Der einhäusige Baum wird durch den Wind bestäubt, durch den auch die kleinen Früchte verbreitet werden.
Die Früchte (Samen) sind geflügelte Nüßchen. Man kann sie im Frühjahr aussäen.
Inhaltsstoffe:
In den Blättern: Ätherisches Öl, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Saponine, Vitamin C
Im Birkensaft: Eiweißstoffe, Invertzucker, organische Säuren, Salze
In der Birkenrinde: Ätherisches Öl, Birkenkampfer ( Betulin), ein Phytosterin, Harze, Bitterstoffe, Gerbstoffe,
Im Birkenteer: Phenole (Guajacol, Kresol)
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