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Bot.: Gentiana lutea L.

Weitere Namen:
Bergfieberwurzel, Bitterwurzel, Gelber Enzian, Jänzene, Jäuse, Sauwurz, Zergang, Zinzalwurz.

Heilwirkungen:
Enzianwurzelwein wird eingesetzt bei
- Allergien,
- Juckreiz,
- Ekzemen,
- Reizmagen,
- fieberhaften Darmerkrankungen.
Enziantee oder Tropfen werden eingenommen bei
- Appetitlosigkeit,
- Blähungen,
- Verdauungsproblemen, insbesondere Magenbeschwerden mit unzureichender Magensaftbildung.

Anwendungsweise/verwendete Pflanzenteile:
Die Wurzel.
Herstellung des Enzianweines als Heilwein: Die Wirkstoffe werden aus der Enzianwurzel durch den Alkohol ausgezogen. Hierzu nimmt man reinen Wein, am Besten aus biologischem Anbau.
0,25 Liter Weiß- oder Rotwein werden mit einer Messerspitze Enzianwurzelpulver vermischt, nur erwärmt, nicht gekocht und vor der Mahlzeit getrunken.
Herstellung des Enzian-Tees: 1/4 Liter Wasser wird über 1 Teelöffel zerkleinerter Enzianwurzel gegossen und 5 Minuten lang gekocht. Der Tee wird vor dem Essen getrunken.
In der Homöopathie nutzt man das homöopathische Mitte Gentiana lutea, das aus der Wurzel hergestellt wird.
Enzian sollte nicht von schwangeren Frauen, Menschen mit Magen- und Darmgeschwüren sowie mit Bluthochdruck genommen werden.

Pflanzenbeschreibung:
Der Enzian wird ca 1 m hoch, ist mehrjährig und bekommt erst nach einigen Jahren seine gelbe Blüten. Er blüht von Juli bis August. Seine Heimat sind die Alpen und die Bergregionen von Südeuropa.
Der Boden sollte kalkhaltig sein.

Vermehrung:
Enziansamen zum Keimen zu bringen, ist sehr schwierig. Die Samen benötigen eine Kälteperiode von 4 bis 5 Wochen mit einer Temperatur um 5 ° C. Danach benötigen sie Temperaturen von 10 bis 15 °C.

Inhaltsstoffe:
ätherisches Öl
Bitterstoffe, vor allem Amarogentin und Gentiopikrin
Gerbstoffe